Ein weiterer Festgottesdienst der besonderen Art fand in der Pfarrkirche St. Maria Magdalena in Langdorf statt. Anlässlich der „weltlichen“ Kirwa, die jedes Jahr um den Gedenktag der Hl. Maria Magdalena gefeiert wird, war auch eine Delegation aus der französischen Partnergemeinde St. Crépin d´Ibouvillers in Langdorf zu Gast. Ganz im Zeichen der Partnerschaft wurde der Festzug zur Kirche von der Waldvereinskapelle Langdorf und den Jagdhornbläsern aus St. Crépin angeführt.
Pfarrer Marco Stangl bezog sich in seiner Predigt auf die Heilige Maria Magdalena, die Patronin der Langdorfer Kirche, als „große Brückenbauerin“. „Wenn wir heute Kirchweih feiern und 20 Jahre Partnerschaft Saint Crépin und Langdorf, dann können wir auf unsere Patronin blicken und Verbundenheit und Verbindung feiern – über Sprache, Grenzen und Unterschiede hinweg.“, so Stangl. „Zwei Jahre lang mussten wegen der Pandemie die gegenseitigen Besuche ausfallen, wurde die Partnerschaft nur per Videokonferenz gelebt. Eine Zeit der Hürden, eine schwierige Zeit. Hürden gehören wohl zu so einer Deutsch-Französischen Partnerschaft, wie sie zu unser aller Leben gehören. Auch dazu kann uns die Heilige Maria Magdalena eine Ermutigung sein.“, bekräftigte Pfarrer Stangl. „Und Langdorf hat ja mit der „Sünderin Maria Magdalena“ nochmal eine ganz eigene Geschichte. Im Vortrag zur Festwoche hat Frau Prof. Putz aus Passau nochmal erklärt, dass es eine Zeit gab, in der dieses Altarbild mit der Heiligen durch ein anderes ersetzt war. Der Grund war das Dekolletée der Heiligen. Zu freizügig, zu sündhaft. Das wollte man sich nicht anschauen – und hat es deswegen ausgebaut und durch ein anderes Maria Magdalena-Bild ersetzt. Aber heute ist sie wieder so da, wie sie urpsrünglich da war, die Magdalena.“, erläuterte Pfarrer Stangl den Gläubigen.
Lesung, Evangelium, Predigtzusammenfassung und Fürbitten wurden sowohl in deutscher als auch in französischer Sprache von Mitgliedern beider Vereine der Partnerschaft gelesen. Musikalisch wurde der Gottesdienst von der Familienmusik Weiderer, den Jagdhornbläsern aus St. Crépin und Sonja Kißlinger gestaltet.
Text: Eva Kraus
Fotos: Harald Deubert