Bei diesem Kleinkindergottesdienst am Sonntagvormittag im Langdorfer Pfarrsaal den die Organisatorinnen Clarissa Schmid und Maria Weinberger wieder pädagogisch und kindgerecht sehr gut vorbereitet hatten ging es um das Thema: Wo wohnt der liebe Gott ? Nach der Begrüßung wurde zum Auftakt des Gottesdienstes von einem Jungen, die in der Mitte des Raumes stehende, Jesuskerze angezündet. Dort war auch ein blaues Tuch, das den Himmel symbolisieren soll, ausgelegt. Mit dem Eingangslied „Wenn ich fröhlich bin..“ begann der Gottesdienst. Clarissa Schmid übernahm die Stimme der Handpuppe, einem Kasperl, und fragte die Kinder, wisst Ihr wo der liebe Gott wohnt ? Ich habe gerade die Sonne gefragt, weil ich dachte die ist so weit oben und kann alles überblicken, die müsste das ja wissen ! Dazu legten die Kinder einen runden, gelben Pappdeckel mit Sonnenstahlen auf den „Himmel“. Die aber antwortete mir, lieber Kasperl das weis ich leider auch nicht. Frag doch mal den Mond und die Sterne, auch dazu legten sie gelbe Papiersterne auf das blaue Tuch. Und so machten sich der Kasperl und die Kinder auf zum Mond und zu den Sternen, dazu umkreisten sie die Jesuskerze ein paar mal. Als ich sie gefunden hatte, fragte ich sie: Hallo Mond und Sterne, wisst ihr wo der liebe Gott wohnt. Nein, das wissen wir auch nicht! Hier oben am Himmel ist er bestimmt nicht, auch wenn ihr Menschen das immer meint. Denn wir Sterne müssen es am besten wissen, wir sind überall am ganzen Himmel verteilt und haben ihn noch nie gesehen. Tut uns Leid, da musst du jemand anders fragen. Darauf habe ich mich auf den weiten Weg zurück zur Erde gemacht. Auf der Erde angekommen ist mir ein Elefant begegnet, und weil er so groß und stark ist habe ich ihn auch gefragt, ob Er weiß wo der liebe Gott wohnt. Leider wusste er es auch nicht, wahr aber der Überzeugung, der liebe Gott muss ein Elefant sein, denn alles an mir hat seinen richtigen Platz und seine Ordnung, der Rüssel als Multifunktionswerkzeug, meine wunderschönen Stoßzähne und vor allem meine enorme Kraft. Dazu legten die Kinder einen Elefanten auf das blaue Tuch. Auf meiner weiteren Suche fragte ich auch einen wunderschönen Vogel, aber auch der konnte mir nicht weiterhelfen. Also suchte ich weiter und kam ans Meer. Dort schwamm ein bunter Fisch nahe am Strand auf und ab. Der war auch überzeugt, der liebe Gott wohnt im Wasser, denn es ist mein Lebenselixier, ihr Menschen braucht es zum trinken und die Pflanzen zum wachsen. Es ist das wichtigste auf der Erde. Und die Kinder legten einen Fisch auf das Tuch. Nachdenklich saß ich nun am Strand und überlegte, die Sonne, der Mond, die Sterne, der Elefant, die Vögel und auch der Fisch, alle haben den lieben Gott noch nie gesehen, aber jeder ist überzeugt, dass er besonders gut für sie sorgt und sie besonders gern hat. Keiner konnte mir sagen wo der liebe Gott wohnt und so bin ich heute zu Euch in den Kleinkindergottesdienst gekommen um Euch zu fragen: Wisst ihr vielleicht, wo der liebe Gott wohnt?. Natürlich wussten es die Kinder auch nicht ! Denn kein Mensch hat den lieben Gott je gesehen und deshalb weis auch keiner wie Gott aussieht. Gott aber liebt alle Menschen, deshalb sind wir uns sicher „Gott ist überall“. Mit dem Lied „Vater unser“ und den Fürbitten, vorgelesen von Eltern der Kinder, wurde der Gottesdienst beendet.
Fotos und Text: Günther Kagerbauer