Mit 43 Gläubigen, hereingeläutet durch Mesnerin Angelka Kreuzer, war die Heilig-Geist-Kirche gut gefüllt, als Pfarrer Marco Stangl den Pilgersegen spendete und die Bianca Schnierle die Pilgerschar begrüßte und den Ablauf der Wallfahrt erklärte. Raphael Zeitel trug das von Maria Prestel mit Blumen wunderschön geschmückte Wallfahrtskreuz voran und Klaus und Markus Prestel, Sepp Weiß, Rupert Betz und Max Lösl harmonierten beim Vorbeten und schafften es, dass man das Gebet im ganzen Zug ohne Lautsprecher hören konnte. Für die Sicherheit sorgten Josef Oswald und Christoph Zeitel. Pfarrer Marco Stangl brachte an verschiedenen Stationen immer wieder den Gottesnamen “Jahwe – Ich bin“ ins Spiel, so bei der Statio im Gewerbegebiet Metten, in der Kapelle in Sohl durch die Mosegeschichte und in der Pfarrkirche in Kaikenried. An beiden Orten wurden die Wallfahrer mit Glockengeläut begrüßt und die Mesnerinnen hatten die Gotteshäuser geschmückt. Marco Stangl vermittelte die Freude darüber, dass wir an einen Gott glauben dürfen, der uns in allen Lebenslagen begleitet und der immer an unserer Seite ist, so wie er Mose und die Israeliten begleitet hat. Er lud in Kaikenried auch zu einer kurzen Besinnung ein und ermunterte die Wallfahrer, es auch einmal mit dem ihm liebgewordenen Herzensgebet zu versuchen. Nach der Brotzeitpause im Gasthaus Danzer waren die Nebel und dicken Wolken verschwunden und die Sonne schien beim Einzug in Patersdorf. Pfarrer Tobias Magerl begrüßte die Wallfahrer und die vielen anderen, die sich mit dem Auto auf den Weg gemacht hatten, in der neu renovierten Pfarrkirche und spendete den Segen mit der Sebastianireliquie. Tina Feilmeier sang mit dem Projektchor moderne geistliche Lieder, die von den Gottesdienstbesuchern teilweise mitgesungen wurden. Bianca Schnierle und Tochter Marina hatten extra für die Wallfahrt Kreuze aus schmackhaftem Lebkuchenteig mit der Aufschrift: „Schön, dass Du dabei warst. Möge Gott Dich auf allen Deinen Wegen beschützen!“ gebacken, die Maria Dachs vor dem Gottesdienst verteilte. Dass Gott immer bei uns ist, diese feste Zusage griff Pfarrer Stangl in seiner Predigt noch einmal auf, und ergänzte sie mit den Worten des auferstandenen Christus: „Seid gewiss: Ich bin bei euch alle Tage bis zum Ende der Welt.“ Im Glauben gestärkt wurde noch in Regen zum Mittagessen eingekehrt, denn Wallfahren macht bekanntlich auch hungrig.