Inspirierende Wallfahrt erlebt

Pfarrverband Regen am 29.09.2026

32 Gläubige pilgern nach Patersdorf mit dem Thema: "Lebensspuren | Glaubensspuren des Hl. Sebastian"

Klein war in die­sem Jahr die Schar der Mit­ge­her, als Pfar­rer Mar­co Stangl um 6.15 Uhr in der Hei­lig-Geist-Kir­che den Pil­ger­se­gen zur tra­di­tio­nell Moiz­erlitz­wall­fahrt erteil­te und zugleich auf die besinn­li­chen Impul­se unter­wegs ein­stimm­te, die sich um den hei­li­gen Sebas­tin dreh­ten. Mes­ne­rin Ange­li­ka Kreu­zer begrüß­te die Wall­fah­rer stell­ver­tre­tend für die erkrank­te Haupt­or­ga­ni­sa­to­rin Bian­ca Schnier­le. Rapha­el Zeitel führ­te mit dem von Maria Pres­tel wun­der­voll geschmück­ten Kreuz den Pil­ger­zug an. Pfarr­vi­kar Mar­tin Gug­gen­ber­ger, Sepp Weiß und Max Lösl über­nah­men das Vor­be­ten. Im Licht der auf­ge­hen­den Son­ne hielt man auf dem Weg nach Sal­litz kurz inne für einen ers­ten Impuls von Pfar­rer Mar­co Stan­gel, der zuerst kurz die Vita des Hei­li­gen erzähl­te: Sebas­ti­an war römi­scher Sol­dat und Mär­ty­rer aus dem 3. Jahr­hun­dert nach Chris­tus, der um 288 n. Chr. In Rom starb. Wegen sei­ner Zuver­läs­sig­keit wur­de er Haupt­mann der Leib­wa­che des Kai­sers Dio­kle­ti­an. Er half heim­lich den ver­folg­ten Chris­ten, trös­te­te Gefan­ge­ne und bekann­te sich in Zei­ten der Chris­ten­ver­fol­gung offen zu sei­nem Glau­ben. Kai­ser Dio­kle­ti­an ver­ur­teil­te ihn zum Tode und ließ ihn von Bogen­schüt­zen mit Pfei­len beschie­ßen. Er über­leb­te den Beschuss schwer ver­letzt und wur­de von der römi­schen Wit­we Ire­ne gesund gepflegt. Nach sei­ner Gene­sung trat er Dio­kle­ti­an erneut mutig ent­ge­gen. Dar­auf­hin wur­de er zu Tode geprü­gelt und sein Leich­nam in den Tiber gewor­fen. So wie Sebes­ti­an wer­den auch wir manch­mal von Pfei­len durch­bohrt, die das Leben so mit sich bringt, wie Krank­heit, Schei­tern, nicht ver­stan­den wer­den, so Pfar­rer Stangl beim ers­ten Impuls und tra­gen Ver­let­zun­gen davon, die weh tun. In einem gemein­sa­men Gebet baten die Wall­fah­rer Gott um Mut, zur eige­nen Ver­letz­lich­keit zu ste­hen. Gott möge hei­len, was zer­bro­chen ist und die Gewiss­heit schen­ken, dass man auch in den schwächs­ten Momen­ten von sei­ner Lie­be getra­gen ist. Im zwei­ten Impuls ging es um die Stand­haf­tig­keit im Glau­ben, die der hei­li­ge Sebas­ti­an so wun­der­bar vor­ge­lebt hat. Der drit­te Impuls vor der Pau­se in der Kir­che in Kai­ken­ried war mit ​„Die Pfle­ge der Ver­wun­de­ten“ über­schrie­ben. Chris­ten brau­chen offe­ne Augen und Ohren für die Men­schen, die Zuspruch und Pfle­ge brau­chen, und kön­nen so Got­tes trös­ten­de Nähe den Mit­men­schen wei­ter­schen­ken. Die Paters­dor­fer Kir­che schon im Blick blieb noch Zeit für einen­wei­te­ren Impuls: So wie Sebas­ti­an sich in sei­ner Not bei Gott gebor­gen fühl­te, so dür­fen auch wir in Zei­ten der Not uns an Gott wen­den, wie es auch die Moiz­erlit­zer auf die Für­spa­che des Hei­li­gen in der Pest­zeit getan haben. Die Wall­fahrt als Sym­bol des Unter­wegs­seins im Leben und im Glau­ben war der abschlie­ßen­de Gedan­ke, der in der gemein­sa­men Fei­er der Pil­ger­mes­se in Kon­ze­le­bra­ti­on von Pfar­rer Maco Stangl und Pfarr­vi­kar Mar­tin Gug­gen­ber­ger in Paters­dorf sei­nen Höhe­punkt fand. Der Jugend- und Pro­jekt­chor unter der Lei­tung von Tina Feil­mei­er berei­cher­te den Got­tes­dienst mit moder­nen geist­li­chen Lie­dern. Reich beschenkt mit geist­li­chen Impul­sen für das Leben und den Glau­ben mach­ten sich die Wall­fah­rer auf den Heim­weg, wohl der bes­te Grund, für die­se gelun­ge­ne Wall­fahrt Wer­bung zu machen.

Text: Max Lösl

Fotos: Max Lösl, Ange­li­ka Kreu­zer und Mar­co Stangl

Weitere Nachrichten

25.09.2026

Was braucht ein Kind zum Leben?

Großer Andrang am Weltkindertag bei der Kinderkirche im Pfarrzentrum Regen-Team feiert zudem ein besonderes…

23.09.2026

Erntedank und Pfarrfest in Langdorf

„Staunen über Gottes Wirken“