Am Sonntag fand ein besonders berührender Kindergottesdienst statt, der das Thema „Im Weizenkorn steckt neues Leben“ aufgriff. Der Gottesdienst begann mit dem feierlichen Läuten der Glocken, gefolgt von einem herzlichen gegenseitigen Begrüßen und dem Setzen des Kreuzzeichens. Das Musikteam stimmte die Kinder mit dem fröhlichen Lied „Spitze, dass du da bist“ auf die Feier ein, und schon zu Beginn war eine warme, einladende Atmosphäre spürbar. Im Mittelpunkt des Gottesdienstes stand ein Spiel, das die Kinder tief in das Thema des Tages einführte. Die Gärtnerin und der Rabe Krah führten ein kleines Gespräch, das die Kinder auf wunderbare Weise lehrte, wie aus einem kleinen Samenkorn neues Leben erwachsen kann. Die Gärtnerin erklärte, dass sie dabei sei, „neues Leben zu pflanzen“, und erläuterte, dass Samenkörner, obwohl sie klein und unscheinbar erscheinen, das Potenzial haben, zu großen Pflanzen zu wachsen. Der Rabe, der zunächst dachte, die Körner seien Rabenfutter, wurde von der Gärtnerin aufgeklärt, dass in den Samenkörnern neues Leben steckt. Sie erklärte weiter, dass die Körner im Winter ruhen, aber mit der Wärme der Sonne und dem Regen zum Leben erwachen. Fasziniert hörten die Kinder zu, als der Rabe schließlich verstand, wie wertvoll diese Körner sind. Im Anschluss durften die Kinder ein Samenkorn in die Hand nehmen und an einer Kornmeditation teilnehmen. Sie streichelten das Korn, fühlten seine kleine, harte und glatte Oberfläche und überlegten gemeinsam, was aus diesem Korn werden könnte. Alle Kinder wiederholten laut und stolz: „In mir steckt neues Leben!“ — ein Moment, der das Thema des Gottesdienstes auf besondere Weise verdeutlichte. Nach der Meditation konnten die Kinder aktiv werden, indem sie das Weizenkorn in die Erde legten und es mit Wasser gossen. Die Gärtnerin erklärte dabei, dass die Erde, die Sonne und das Wasser das Korn beim Wachsen unterstützen werden. Die Kinder spürten den Zauber dieses Moments, als sie mit ihren eigenen Händen das Korn in die Erde legten, ein Vorgang, der nicht nur symbolisch, sondern auch einfühlsam und praktisch vermittelt wurde. Das Wachstum des Samens wurde dann in einer Aktion des Kindergottesdienst-Teams und allen Kindern veranschaulicht. Die Kinder durften sich unter einem braunen Tuch in die Hocke begeben und sich wie Körner fühlen. Teammitglieder begleiteten halfen ihnen dabei, ihre „Wurzeln“ zu spüren, und sie erlebten, wie der Samen zu einer Pflanze heranwächst. Langsam streckten sie sich nach oben, als Symbol für das Aufblühen des Lebens, das sich aus der Erde erhebt und das Licht der Sonne sucht. „Neues Leben ist wunderschön. Gottes Liebe schenkt uns neues Leben“, sagte die Erzählerin, und betonte, dass dieser Wachstumsprozess ein Abbild für die Liebe und Kraft Gottes ist. Dies wurde auch im Lied „Gottes Liebe ist so wunderbar“ bestätigt, das von allen Kindergottesdienstbesuchern und dem Musikteam mit Freude und Begeisterung mitgesungen wurde. Im gemeinsamen Gebet, „Guter Gott, aus einem Korn schenkst du uns neues Leben“, baten alle um Gottes Segen für das neue Leben in den Samenkörnern. Das Vater Unser mit Gesten, dem abschließenden Segen und dem Lied „Der Segen Gottes“ endete der Kindergottesdienst. Der Gottesdienst war ein wundervoller Moment der Besinnung und des Staunens über das neue Leben, das Gott in der Welt schenkt, und ein Tag, der für alle Kinder unvergesslich blieb. Am Ende erhielten alle Kinder Samenkörner, die sie zu Hause in einem kleinen Blumentopf pflanzen können und mit viel Liebe selber versorgen sollen. Sie wurden zudem zur Kinderkreuzfeier am Karfreitag eingeladen, wo jeder seine gepflanzten Samenkörner mitbringen darf, um das Wachstum der gepflanzten Samenkörner zu feiern.
Foto: Sandra Kaiser | Text: Andrea Gürster


