Mit dem Doppeldecker zur Gospa nach Medjugorje
65 Pilgerinnen und Pilger, ein bisschen aufgeregt, ein bisschen erwartungsvoll, ein bisschen unschlüssig – steigen in Regen(Bayer.Wald) in den Doppeldecker ein. Es ist 4 Uhr morgens. Eine 1000 km lange Wegstrecke liegt vor uns . Wir fahren zur Gospa nach Medjugorjet. Seit ungefähr 15 Jahren besuchen wir jährlich die Muttergottes, aber der Doppeldecker war erst zweimal notwendig. Natürlich freut sich die Organisatorin, Frau Judith Ebner, über das große Interesse an unserer Pilgerfahrt.
Mit Gebet und Gesang wird diese lange Strecke eigentlich ganz kurzweilig. Die „Bordküche“ mit Geräuchertem, Würstl, Käse, usw. wird sehr gern angenommen, aufgebaut und serviert wird im Freien ‑auf einem ruhigen Parkplatz- von unserem versierten Busfahrer Fritz Geier und seiner Frau Sabine.
Endlich angekommen! Ein großes Hallo! Warum? Wir logieren nämlich seit über 15 Jahren in der Pension Anna Sivric .Die Wiedersehensfreude ist immer riesig!
Jede Pilgerfahrt ist stets ein besonderes Ereignis. Wenn wir auf diese unsere Pilgerfahrt zurückblicken, so steht doch die musikalische Gestaltung der Hl. Messe in der Kirche St. Jakob in Medjugorje im Vordergrund. Unser Chorleiter Karl Ziegaus (Organist und Chorleiter des Kirchenchors St. Michael in Regen) hatte schon Vorbereitung getroffen und passende Liedblätter von zu Hause mitgenommen. Am Vorabend war Chorprobe angesagt und — über 40 Pilgerinnen und Pilger wollten beim „Medjugorje-Chor“ mitsingen. Eine große Freude für den Chorleiter!
Die eigens dafür mitgebrachten Instrumente – Keyboard/2 Gitarren/1 Querflöte – wurden passend eingesetzt — . Die natürlich vorhandene Anspannung war nach dem Eingangslied „Dass Du mich einstimmen lässt“….. verflogen , und es gab nur noch fröhliche und entspannte Sängerinnen und Sänger. Der in diesen Tagen ebensfalls in Medjugorje weilende Bischof aus Paderborn zelebrierte die Hl. Messe , und unser geistlicher Begleiter, Monsignore Josef Göppinger , überzeugte mit seiner Predigt über die Hl.Monika, deren Gedenktag gefeiert wurde. Ein großer Applaus der deutschsprachigen Pilgerinnen und Pilger brachte ein Leuchten in die Augen der Chorsängerinnen und Chorsänger.
Viele der Pilgerinnen und Pilger aus unserer Gruppe wagten die Aufstiege auf den Erscheinungsberg und auf den Kreuzberg- ‚und das bei Temperaturen weit über 30 Grad. Hier, wo alles begann, legten viele ihr „Sorgenpäcklein“ vor der Statue der Muttergottes nieder.
Sehr beeindruckend, vor allem für die Pilgerinnen und Pilger, die zum ersten Mal Medjugorje besuchten, war der 90 Minuten lange Vortrag der Pilgerleiterin Vikica Dodig, die in ihren Ausführungen an den Beginn der Erscheinungen zurück ging und die Zuhörer in ihren Bann zog.
Die Fahrt zu den Kravica Wasserfällen wurde gerne angenommen, zumal man hier auch baden konnte, wenngleich die Wassertemperatur sehr frisch war. Einige ganz „Wagemutige“ schien das nicht zu beeindrucken.
Ein besonders „highlight“ war der Besuch der Kirche in Surmanci, die dem Barmherzigen Jesus geweiht ist. Hier befindet sich eine Ikone des Barmherzigen Jesus von enormer Bedeutung. Das Wunder der Heilung, das durch dieses Bild geschah, war eines der Wunder, die im Prozess der Seligsprechung der Hl. Faustyna Kowalska geschehen sind. Für alle war es berührend, mit diesen Reliquien,eingearbeitet in eine kleine Monstranz,von unserem Geistlichen, Herren Göppinger, gesegnet zu werden. Hier in Surmanci befinden sich auch Relequien von Papst Johannes Paul II.,
der später die Heiligsprechung von Faustyna Kowalska vornahm.
Die mitgebrachten Musikinstrumente und die Chorstimmen wurden noch einmal bei der Hl. Messe eingesetzt – zur Ehre Gottes, zur Ehre unserer lieben Gospa und – zu Ehren der Hl. Sr.Faustina und unserem verehrten Papst Johannes Paul II.
Mit der „Weihe an Maria“ aller Pilgerinnen und Pilger im Haus der Seligpreisungen am letzten Tag ging unsere Pilgerreise zu Ende . „Wir sind der Gospa im Herzen wieder ganz nah gekommen“, so brachte es eine Pilgerin auf den Punkt.
Diese vorbildlich vorbereitete Reise verdanken wir auch unserer lieben Pilgerbegleiterin, Judith Ebner, und ihrem Mann Josef.
„Wann fahren wir im nächsten Jahr wieder nach Medjugorje….“? – war bei der Ankunft daheim in Regen zu hören… Dem ist nichts mehr hinzuzufügen.
Foto und Text: Ingrid Ziegaus



