Pilgerreise nach Medjugorje

Pfarrverband Regen am 11.09.2026

Mit dem Dop­pel­de­cker zur Gos­pa nach Medjugorje 

65 Pil­ge­rin­nen und Pil­ger, ein biss­chen auf­ge­regt, ein biss­chen erwar­tungs­voll, ein biss­chen unschlüs­sig – stei­gen in Regen(Bayer.Wald) in den Dop­pel­de­cker ein. Es ist 4 Uhr mor­gens. Eine 1000 km lan­ge Weg­stre­cke liegt vor uns . Wir fah­ren zur Gos­pa nach Med­jug­or­jet. Seit unge­fähr 15 Jah­ren besu­chen wir jähr­lich die Mut­ter­got­tes, aber der Dop­pel­de­cker war erst zwei­mal not­wen­dig. Natür­lich freut sich die Orga­ni­sa­to­rin, Frau Judith Ebner, über das gro­ße Inter­es­se an unse­rer Pilgerfahrt. 

Mit Gebet und Gesang wird die­se lan­ge Stre­cke eigent­lich ganz kurz­wei­lig. Die ​„Bord­kü­che“ mit Geräu­cher­tem, Würstl, Käse, usw. wird sehr gern ange­nom­men, auf­ge­baut und ser­viert wird im Frei­en ‑auf einem ruhi­gen Park­platz- von unse­rem ver­sier­ten Bus­fah­rer Fritz Gei­er und sei­ner Frau Sabine. 

End­lich ange­kom­men! Ein gro­ßes Hal­lo! War­um? Wir logie­ren näm­lich seit über 15 Jah­ren in der Pen­si­on Anna Sivric .Die Wie­der­se­hens­freu­de ist immer riesig! 

Jede Pil­ger­fahrt ist stets ein beson­de­res Ereig­nis. Wenn wir auf die­se unse­re Pil­ger­fahrt zurück­bli­cken, so steht doch die musi­ka­li­sche Gestal­tung der Hl. Mes­se in der Kir­che St. Jakob in Med­jug­or­je im Vor­der­grund. Unser Chor­lei­ter Karl Zie­gaus (Orga­nist und Chor­lei­ter des Kir­chen­chors St. Micha­el in Regen) hat­te schon Vor­be­rei­tung getrof­fen und pas­sen­de Lied­blät­ter von zu Hau­se mit­ge­nom­men. Am Vor­abend war Chor­pro­be ange­sagt und — über 40 Pil­ge­rin­nen und Pil­ger woll­ten beim ​„Med­jug­or­je-Chor“ mit­sin­gen. Eine gro­ße Freu­de für den Chorleiter! 

Die eigens dafür mit­ge­brach­ten Instru­men­te – Keyboard/​2 Gitarren/​1 Quer­flö­te – wur­den pas­send ein­ge­setzt — . Die natür­lich vor­han­de­ne Anspan­nung war nach dem Ein­gangs­lied ​„Dass Du mich ein­stim­men lässt“….. ver­flo­gen , und es gab nur noch fröh­li­che und ent­spann­te Sän­ge­rin­nen und Sän­ger. Der in die­sen Tagen ebens­falls in Med­jug­or­je wei­len­de Bischof aus Pader­born zele­brier­te die Hl. Mes­se , und unser geist­li­cher Beglei­ter, Mon­si­gno­re Josef Göp­pin­g­er , über­zeug­te mit sei­ner Pre­digt über die Hl.Monika, deren Gedenk­tag gefei­ert wur­de. Ein gro­ßer Applaus der deutsch­spra­chi­gen Pil­ge­rin­nen und Pil­ger brach­te ein Leuch­ten in die Augen der Chor­sän­ge­rin­nen und Chorsänger. 

Vie­le der Pil­ge­rin­nen und Pil­ger aus unse­rer Grup­pe wag­ten die Auf­stie­ge auf den Erschei­nungs­berg und auf den Kreuz­berg- ​‚und das bei Tem­pe­ra­tu­ren weit über 30 Grad. Hier, wo alles begann, leg­ten vie­le ihr ​„Sor­gen­päck­lein“ vor der Sta­tue der Mut­ter­got­tes nieder. 

Sehr beein­dru­ckend, vor allem für die Pil­ge­rin­nen und Pil­ger, die zum ers­ten Mal Med­jug­or­je besuch­ten, war der 90 Minu­ten lan­ge Vor­trag der Pil­ger­lei­te­rin Viki­ca Dodig, die in ihren Aus­füh­run­gen an den Beginn der Erschei­nun­gen zurück ging und die Zuhö­rer in ihren Bann zog. 

Die Fahrt zu den Kra­vica Was­ser­fäl­len wur­de ger­ne ange­nom­men, zumal man hier auch baden konn­te, wenn­gleich die Was­ser­tem­pe­ra­tur sehr frisch war. Eini­ge ganz ​„Wage­mu­ti­ge“ schien das nicht zu beeindrucken. 

Ein beson­ders ​„high­light“ war der Besuch der Kir­che in Sur­man­ci, die dem Barm­her­zi­gen Jesus geweiht ist. Hier befin­det sich eine Iko­ne des Barm­her­zi­gen Jesus von enor­mer Bedeu­tung. Das Wun­der der Hei­lung, das durch die­ses Bild geschah, war eines der Wun­der, die im Pro­zess der Selig­spre­chung der Hl. Faus­ty­na Kowals­ka gesche­hen sind. Für alle war es berüh­rend, mit die­sen Reliquien,eingearbeitet in eine klei­ne Monstranz,von unse­rem Geist­li­chen, Her­ren Göp­pin­g­er, geseg­net zu wer­den. Hier in Sur­man­ci befin­den sich auch Rele­qui­en von Papst Johan­nes Paul II., 

der spä­ter die Hei­lig­spre­chung von Faus­ty­na Kowals­ka vornahm. 

Die mit­ge­brach­ten Musik­in­stru­men­te und die Chor­stim­men wur­den noch ein­mal bei der Hl. Mes­se ein­ge­setzt – zur Ehre Got­tes, zur Ehre unse­rer lie­ben Gos­pa und – zu Ehren der Hl. Sr.Faustina und unse­rem ver­ehr­ten Papst Johan­nes Paul II. 

Mit der ​„Wei­he an Maria“ aller Pil­ge­rin­nen und Pil­ger im Haus der Selig­prei­sun­gen am letz­ten Tag ging unse­re Pil­ger­rei­se zu Ende . ​„Wir sind der Gos­pa im Her­zen wie­der ganz nah gekom­men“, so brach­te es eine Pil­ge­rin auf den Punkt. 

Die­se vor­bild­lich vor­be­rei­te­te Rei­se ver­dan­ken wir auch unse­rer lie­ben Pil­ger­be­glei­te­rin, Judith Ebner, und ihrem Mann Josef. 

„Wann fah­ren wir im nächs­ten Jahr wie­der nach Med­jug­or­je….“? – war bei der Ankunft daheim in Regen zu hören… Dem ist nichts mehr hinzuzufügen. 

Foto und Text: Ingrid Ziegaus

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