Am ersten Weihnachtsfeiertag, den Pfarrer Marco Stangl und Konzelebrant Martin Guggenberger mit sehr vielen Ministraten/innen in der Langorfer Kirche zelebrierten wurde am Ende des Gottesdienstes Georg Wenzl nach langen 28 Jahren als Mesner verabschiedet. Pfarrer Stangl überreichte ihm eine Dankesurkunde von Bischof Dr. Stefan Oster SDB für die langen Jahre im Dienste der Kirche und wünschte ihm noch viel Gesundheit und ein langes Leben. Auch die zahlreichen Ministranten/innen nahmen mit einem Geschenkkorb Abschied von ihrem hoch geschätzten Mesner „Schossl“. Der scheidende Mesner bedankte sich recht herzlich für die große Ehrung und merkte nebenbei an, falls einmal Not am Mann oder Frau ist, würde er auch noch einmal aushelfen. Die Erziehung seiner Eltern im katholischen Glauben hat Georg schon in seiner Kindheit mit der Kirche in Verbindung gebracht. Er war mit 9 Jahren schon als Ministrant in der Langdorfer Kirche tätig und machte das bis zum 14ten Lebensjahr, dem Ende seiner Schulzeit. Von 1996 bis 2001 teilten sich Erna Fischl, Hans Schaffer und Josef Wenig die Aufgabe als Mesner. Josef Wenig war dann die treibende Kraft und überredete Georg sie zu unterstützen. Georg konnte in dieser Zeit nur Sonntags seinen Verpflichtungen nachkommen, da er noch berufstätig war. Ab dem 01.01.2001 füllte Georg Wenzl dann alleine diesen zeitaufwendigen Dienst aus. Ab 01.01.2012 teilen sich Mathilde Fischer und Georg Wenzl die Arbeit. Das die Tätigkeit eines Mesners nicht nur aus Hostien und Messwein herrichten und Kerzen anzünden besteht, so Georg, zeigen die vielfältigen Aufgaben die er sonst noch zu erledigen hatte. Wie, alle Tage früh Morgens und spät Abends die Kirche auf- und zusperren, in der Fastenzeit den Altarraum mit Tüchern abdecken, die Weihnachts- u. Osterdekoration anbringen, Kerzen auswechseln usw. Er war auch Friedhofsverwalter und zuständig für die Zuteilung der Gräber, Rasenmähen und Schneeräumen, diese Arbeiten erledigte er von 2001 bis 2016 ganz alleine. Auch die Entgegennahmen der Messintentionen (Hl. Messen) in der Sakristei oblag ihm. Wie oft Georg in den 28 Jahren in der Kirche war, bei Hochzeiten, Taufen, Beerdigungen und den vielen Gottesdiensten kann man nicht zählen, so Georg. Georg Wenzl hat die Tätigkeit als Mesner sehr gerne ausgeübt, aber jetzt mit 83 Jahren ist es auch genug als Mann für alle Fälle, so Georg.
Bild u. Text: Günther Kagerbauer