Dieses wunderschöne und besinnliche Adventsingen am Sonntagnachmittag um 16:00 Uhr haben die Langdorfer ihrer Organistin Kathrin Achatz zu verdanken. Ihr ist es gelungen eine interessante Mischung aus Band‘s, kleineren Gruppen sowie Instrumentalisten zu engagieren, die einen musikalischen Querschnitt traditioneller und moderner Stücke darbieten. Sie erinnerte sich dabei an den Sinn des Advent, nämlich Freude zu verbreiten und die zu unterstützen die es am dringendsten brauchen. Sie dachte dabei an den Kiwanis Club Viechtach e.V. und organisierte dafür dieses Adventsingen. Da sie als Organistin mit vielen Musikgruppen aus Nah und Fern gut vernetzt ist, konnte sie vier Musikgruppen für dieses Event gewinnen. Alle Gruppen spielten ohne Gage, es wurde auch kein Eintritt verlangt, es wurde nur um eine Spende für den Kiwanis Club gebeten. Der Kiwanis Club ist ein sozialer Verein der mit gezielten Maßnahmen, vornehmlich vor Ort, Menschen hilft die nicht auf der Sonnenseite des Lebens stehen. Wie ihr Vorsitzender Roland Schütz bekannt gab, geht die Spende direkt an die Familie Schindler aus Viechtach. Ihre Tochter kam im März 2006 in Deggendorf zur Welt mit einem Gewicht von gerade mal 1.710 Gramm. Nach ein paar Monaten dann die niederschmetternde Diagnose: Hüftdysplasie, Spastik, Mikrozephalie, Untergewicht sowie eine Gleichgewichts- und Entwicklungsstörung. Und an Frau Fischer und ihre Tochter aus Kirchberg. Ihre 6 jährige Tochter leidet an einem Gendefekt, kann weder allein sitzen, noch laufen. Sogar die Nahrungsaufnahme erfolgt in Form von Brei und über eine Sonde. Nachdem Pfarrvikar Martin Guggenberger die Musikgruppen: Miniband Teisnach, Familienmusik Weiderer, d‘Noudnigln und die Geschwister Kraus, sowie Pfarrer Marco Stangl, die Pfarrgemeinderatsvorsitzende Eva Kraus und den Vorsitzenden des Kiwani Clubs Roland Schütz und die vielen Gäste begrüßt hatte stimmte die Bläsergruppe der Knappschaftskapelle Bodenmais auf das Konzert ein. Eröffnet wurde das Konzert, in der nur mit Kerzen beleuchteten Kirche, durch die Miniband Teisnach mit Hubert Niedermeier am Keyboard, Karin Besendorfer und Sandra Schmid mit ihren beeindruckenden Stimmen.
Die Familienmusik Weiderer mit Jasmin (Steierische) und Florian (Harfe) folgten mit einem besinnlichen Instrumentalstück. D‘Noudnigln mit Christoph Hutter, Joe Eckerl u. Robert Hamel aus Eging am See begeisterten ebenfalls mit ihren weihnachtlichen Heimatliedern. Aber auch die Schönecker Geschwister Kraus mit Maria, Franziska, Johannes und Michael wussten zu begeistern. Im Wechsel der Musikgruppen ging es weiter im Programm und dazwischen las Pfarrer Stangl etliche Weihnachtsgedichte und Geschichten von unserem Heimatdichter Alois Augustin vor. Ihr habt bis zum Ende der Vorstellung keinen Applaus bekommen, diese Stille bedeutet keine Geringschätzung. Ihr habt es geschafft unsere Herzen zu öffnen und uns auf Weihnachten einzustimmen und eine besondere Atmosphäre zu schaffen und bei dieser Atmosphäre hätte Applaus nur gestört, so Pfarrvikar Martin Guggenberger. Der Lohn eines Musikers ist angeblich der Applaus und davon haben die Musiker/innen dann reichlich für ihre gelungenen Darbietungen zum Schluss vom Publikum empfangen. Ganz zum Schluss wurde noch gemeinsam das Lied „Der Engel des Herrn…„ gesungen. Dank der sehr guten Vorbereitung und dem perfekten Programm wurde diese Veranstaltung eine gelungene und ein besinnliches Adventsingen. Als Dankeschön für die Mitwirkenden gab es danach noch einen kleinen Umtrunk mit Brotzeit im Pfarrsaal, den der Pfarrgemeinderat vorbereitet hatte. Die einhellige Meinung der Zuhörer war, dass war ein rundum gelungener Sonntag Nachmittag.
Am Vormittag beim Gottesdienst den Pfarrvikar Martin Guggenberger zelebrierte, hatte sich der Nikolaus angesagt. Nach dem Gottesdienst ist er dann majestätisch in die Kirche eingezogen und begab sich in den Altarraum. Er rief nun alle Kinder auf, zu ihm nach vorne zu kommen und bat ein Kind seinen Bischofsstab zu halten, er brauchte ja beide Hände um die vielen Geschenke an die Kinder zu verteilen. Auch einen großen Sack hatte er dabei, nicht um darin böse Kinder zu stecken, es war ein großes Herz darin. Dieses Symbol soll zeigen, wie großherzig der heilige Bischof Nikolaus zu seinen Mitmenschen war. Er hat besonders den armen Menschen geholfen.
Text u. Bild: Günther Kagerbauer