Und es hat ihnen gutgetan, den Insgesamt 47 Pilger, die sich in diesem Jahr am vergangenen Donnerstag nach dem Pilgersegen in der Pfarrkirche in Regen auf den Weg nach Maria Plain zu „ihrem“ Gnadenbild machten oder sich unterwegs anschlossen. Angeführt vom „Mann im gelben Trikot“ Heinz Muggenthaler, dem Verantwortlichen für den richtigen Weg, radelten die Teilnehmer in drei Tagen bei meist herrlichem Wetter über Passau und Burghausen nach Maria Plain. Nur am Samstagvormittag gab es Regen. Unterwegs feierten die Pilger Andachten: am ersten Tag in der Pfarrkirche von Schwanenkirchen, am zweiten Tag im Stift Reichersberg und am dritten Tag in der Pfarrkirche in St. Georgen in Österreich, die Max Lösl, der Organisator und „Mann im grünen Trikot“ vorbereitet hatte. Pfarrer David Savarimuthu aus dem Pfarrverband Hohenau/Schönbrunn am Lusen begleitete als Priester und Mann im „purpurfarbenen Trikot“ die Wallfahrt und feierte mit den Teilnehmern in Passau und Burghausen zum Abschluss des Tages jeweils Gottesdienst. Die Idee mit den verschieden farbigen Trikots, inspiriert von der Tour de France, hatten Daniela Muckenschnabl und Markus Wartner. Sie designten sehr ansprechende Shirts zur vollen Freude derer, die sie tragen. Winfried Zeitel, Pfarrgemeinderatsvorsitzender der Pfarrei Regen, übernahm auch heuer wieder die nicht ganz leichte Aufgabe des Gepäckbusfahrers und war ganz schön gefordert bei all den Unwägbarkeiten, die es neben dem Ein- und Ausladen des Gepäcks so zu meistern gab: Reifenpannen, kleinere Blessuren und natürlich die Versorgung mit Getränken an den heißen Tagen. Neben dem Spirituellen und Geistlichen kam das Gesellige nicht zu kurz, sei es beim gemeinsamen Essen oder auch bei den gemütlichen Stunden am Abend nach den Gottesdiensten. Wer neu in der Gruppe war, fand schnell Anschluss und spürte, dass er in der Gemeinschaft willkommen und mitgetragen ist. Dass die Regener wegen einer Terminüberschneidung die Wallfahrtsmesse nicht in der Kirche feiern konnten, war ein kleiner Wehmutstropfen. Doch die Messe mit Pfarrer David im Pilgerhaus feiern zu müssen, genau in dem Raum, in dem die Geschichte des Wallfahrtsbildes in fünf großen Bildern erzählt wird, wurde nicht als Manko empfunden. Pfarrer David dankte allen, die zum Gelingen der Wallfahrt beigetragen haben, und er dankte Gott, dass alle wohlbehalten in Maria Plain angekommen sind. „Als Gemeinschaft in Christus sind wir unterwegs in unserem Leben und diese Gemeinschaft mit Christus und untereinander ist lebensnotwendig “, so Pfarrer David in seiner Predigt. Christus selbst sagt:“ Wo zwei oder drei in meinem Namen versammelt sind, da bin ich mitten unter ihnen.“ Prior Pater Bernhard und Pater Edmund luden die Regener abschließend ins Pilgerhaus zu einem Umtrunk mit viel gutem Wein aus den Weinbergen in Maribor ein, die zum Klosters St. Peter in Salzburg gehören. Dazu gab es leckeres Gebäck der Bäckerei Fischer aus Regen. Zum Abschluss versammelten sich die Pilger bei „ihrem“ Gnadenbild zu einer sehr bewegenden Viertelstunde in der Wallfahrtskirche. Annemarie Pletl trug die von ihr kunstvoll gestaltete Wallfahrtskerze vor das Gnadenbild und entzündete sie gemeinsam mit Heinz Muggenthaler und Max Lösl. In einer kurzen Stille brachte jeder seine ganz persönlichen Anliegen vor die Gottesmutter. Nach dem Segen und dem Lied „Segne du, Maria“ verabschiedeten sich die Wallfahrer von „ihrem“ Gnadenbild in der festen Absicht, sich im nächsten Jahr wieder auf den Weg zur Mutter Gottes auf dem Plainberg zu machen.
Text und Foto: Max Lösl


