„Wenn es euch guttut, dann kommt!“

Pfarrverband Regen am 11.09.2026

Radwallfahrer aus Regen und Umgebung und Hohenau pilgern zum 27. Mal nach Maria Plain

Und es hat ihnen gut­ge­tan, den Ins­ge­samt 47 Pil­ger, die sich in die­sem Jahr am ver­gan­ge­nen Don­ners­tag nach dem Pil­ger­se­gen in der Pfarr­kir­che in Regen auf den Weg nach Maria Plain zu ​„ihrem“ Gna­den­bild mach­ten oder sich unter­wegs anschlos­sen. Ange­führt vom ​„Mann im gel­ben Tri­kot“ Heinz Mug­gen­tha­ler, dem Ver­ant­wort­li­chen für den rich­ti­gen Weg, radel­ten die Teil­neh­mer in drei Tagen bei meist herr­li­chem Wet­ter über Pas­sau und Burg­hau­sen nach Maria Plain. Nur am Sams­tag­vor­mit­tag gab es Regen. Unter­wegs fei­er­ten die Pil­ger Andach­ten: am ers­ten Tag in der Pfarr­kir­che von Schwa­nen­kir­chen, am zwei­ten Tag im Stift Rei­chers­berg und am drit­ten Tag in der Pfarr­kir­che in St. Geor­gen in Öster­reich, die Max Lösl, der Orga­ni­sa­tor und ​„Mann im grü­nen Tri­kot“ vor­be­rei­tet hat­te. Pfar­rer David Sava­ri­mut­hu aus dem Pfarr­ver­band Hohenau/​Schönbrunn am Lusen beglei­te­te als Pries­ter und Mann im ​„pur­pur­far­be­nen Tri­kot“ die Wall­fahrt und fei­er­te mit den Teil­neh­mern in Pas­sau und Burg­hau­sen zum Abschluss des Tages jeweils Got­tes­dienst. Die Idee mit den ver­schie­den far­bi­gen Tri­kots, inspi­riert von der Tour de France, hat­ten Danie­la Mucken­schnabl und Mar­kus Wart­ner. Sie design­ten sehr anspre­chen­de Shirts zur vol­len Freu­de derer, die sie tra­gen. Win­fried Zeitel, Pfarr­ge­mein­de­rats­vor­sit­zen­der der Pfar­rei Regen, über­nahm auch heu­er wie­der die nicht ganz leich­te Auf­ga­be des Gepäck­bus­fah­rers und war ganz schön gefor­dert bei all den Unwäg­bar­kei­ten, die es neben dem Ein- und Aus­la­den des Gepäcks so zu meis­tern gab: Rei­fen­pan­nen, klei­ne­re Bles­su­ren und natür­lich die Ver­sor­gung mit Geträn­ken an den hei­ßen Tagen. Neben dem Spi­ri­tu­el­len und Geist­li­chen kam das Gesel­li­ge nicht zu kurz, sei es beim gemein­sa­men Essen oder auch bei den gemüt­li­chen Stun­den am Abend nach den Got­tes­diens­ten. Wer neu in der Grup­pe war, fand schnell Anschluss und spür­te, dass er in der Gemein­schaft will­kom­men und mit­ge­tra­gen ist. Dass die Rege­ner wegen einer Ter­min­über­schnei­dung die Wall­fahrts­mes­se nicht in der Kir­che fei­ern konn­ten, war ein klei­ner Weh­muts­trop­fen. Doch die Mes­se mit Pfar­rer David im Pil­ger­haus fei­ern zu müs­sen, genau in dem Raum, in dem die Geschich­te des Wall­fahrts­bil­des in fünf gro­ßen Bil­dern erzählt wird, wur­de nicht als Man­ko emp­fun­den. Pfar­rer David dank­te allen, die zum Gelin­gen der Wall­fahrt bei­getra­gen haben, und er dank­te Gott, dass alle wohl­be­hal­ten in Maria Plain ange­kom­men sind. ​„Als Gemein­schaft in Chris­tus sind wir unter­wegs in unse­rem Leben und die­se Gemein­schaft mit Chris­tus und unter­ein­an­der ist lebens­not­wen­dig “, so Pfar­rer David in sei­ner Pre­digt. Chris­tus selbst sagt:“ Wo zwei oder drei in mei­nem Namen ver­sam­melt sind, da bin ich mit­ten unter ihnen.“ Pri­or Pater Bern­hard und Pater Edmund luden die Rege­ner abschlie­ßend ins Pil­ger­haus zu einem Umtrunk mit viel gutem Wein aus den Wein­ber­gen in Mari­bor ein, die zum Klos­ters St. Peter in Salz­burg gehö­ren. Dazu gab es lecke­res Gebäck der Bäcke­rei Fischer aus Regen. Zum Abschluss ver­sam­mel­ten sich die Pil­ger bei ​„ihrem“ Gna­den­bild zu einer sehr bewe­gen­den Vier­tel­stun­de in der Wall­fahrts­kir­che. Anne­ma­rie Pletl trug die von ihr kunst­voll gestal­te­te Wall­fahrts­ker­ze vor das Gna­den­bild und ent­zün­de­te sie gemein­sam mit Heinz Mug­gen­tha­ler und Max Lösl. In einer kur­zen Stil­le brach­te jeder sei­ne ganz per­sön­li­chen Anlie­gen vor die Got­tes­mut­ter. Nach dem Segen und dem Lied ​„Seg­ne du, Maria“ ver­ab­schie­de­ten sich die Wall­fah­rer von ​„ihrem“ Gna­den­bild in der fes­ten Absicht, sich im nächs­ten Jahr wie­der auf den Weg zur Mut­ter Got­tes auf dem Plain­berg zu machen.

Text und Foto: Max Lösl

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