Volkstrauertag in Langdorf

Regen Pfarrverband am 21.11.2023

Volkstrauertag

Bei strö­men­den Regen ist der Kir­chen­zug bestehend aus den Abord­nun­gen der Ver­ei­ne, Vete­ra­nen-Krie­ger‑u. Reser­vis­ten­ver­ein, FC Lang­dorf, FFW Lang­dorf, FFW Brand­ten, Hecken­schüt­zen Brand­ten und dem Imker­ver­ein vom Rat­haus, ange­führt von der Wald­ver­eins­ka­pel­le zur Kir­che gezo­gen, wo Pfarr­vi­kar Andre­as Artin­ger den Gedenk­got­tes­dienst zele­brier­te. Den musi­ka­li­schen Part des Got­tes­diens­tes hat­te Andre­as Augus­tin an der Orgel und die Wald­ver­eins­ka­pel­le Lang­dorf über­nom­men. Nach der Lesung und den Für­bit­ten die von Dr. Simo­ne Kager­bau­er vor­ge­tra­gen wur­den folg­te die Predigt.

Der Novem­ber ist in der Kir­che der Monat, indem viel­fach der Toten gedacht wird, so Pfarr­vi­kar Andre­as Artin­ger. Aller­hei­li­gen, Aller­see­len und der heu­ti­ge Volks­trau­er­tag, der beson­ders an die Toten, an die Gefal­le­nen und an die Ver­trie­be­nen der ver­gan­ge­nen und aktu­el­len Krie­ge den­ken lässt. Gera­de der Volks­trau­er­tag aber will uns in Erin­ne­rung brin­gen, wie sehr Men­schen ein­an­der Leid zufü­gen kön­nen, wie leicht Unrecht bei Men­schen die Ober­hand gewin­nen kann, wie sehr Macht und die Gier nach Macht Men­schen in Beschlag neh­men kann. Die Wun­den und Nar­ben der letz­ten Krie­ge sind viel­fach bis heu­te noch nicht ver­heilt. Ange­sichts unse­rer der­zei­ti­gen Kri­sen in der Welt gilt es, dass alle Men­schen, ange­fan­gen von den Poli­ti­kern bis hin zu uns, uns bewusst wer­den, dass wir all unse­re Talen­te ein­set­zen müs­sen um Frie­den und Ver­söh­nung zu schaf­fen. Nach dem Got­tes­dienst rich­te­ten Bür­ger­meis­ter Eng­l­ram und Ober­leut­nant Lars Unkel­bach vom 4. PzGrenBtl 112 Regen ihre Wor­te zum Volks­trau­er­tag in der tro­cke­nen“ Kir­che an die Gläu­bi­gen. Eigent­lich waren die Reden bei der Kranz­nie­der­le­gung am Krie­ger­denk­mal geplant, was aber das Wet­ter lei­der nicht zuließ. Zum Volks­trau­er­tag die rich­ti­gen Wor­te zu fin­den ist Jahr für Jahr nicht leicht, so Bür­ger­meis­ter Eng­l­ram. Zu einem ist es schwie­rig eine pas­sen­de Bot­schaft zu sen­den, die den Sinn des heu­ti­gen Tages trifft und zum ande­ren ist es natür­lich auch wich­tig, die ursprüng­li­che Bedeu­tung des Volks­trau­er­ta­ges in das Jahr 2023 zu trans­por­tie­ren. Doch was ist eigent­lich die Bedeu­tung des Volks­trau­er­ta­ges ? Zum einen geden­ken wir aller gefal­le­nen Sol­da­ten und mah­nen am heu­ti­gen Tage beson­ders vor den schreck­li­chen Fol­gen von Krieg und Gewalt. Auf der ande­ren Sei­te ist ihnen und mir natür­lich auch bewusst, dass Krieg und Gewalt lei­der Got­tes in vie­len Tei­len unse­rer Welt mitt­ler­wei­le wie­der trau­ri­ger All­tag sind und wir des­halb auch in der Gegen­wart beson­ders ver­pflich­tet sind, uns damit aus­ein­an­der­zu­set­zen. Als Ver­tre­ter unse­rer poli­ti­schen Gemein­de ist es mir Jahr für Jahr wich­tig die Bedeu­tung des Volks­trau­er­ta­ges zu beto­nen. Bit­te sor­gen auch sie dafür, dass die­se Bedeu­tung nicht ver­schwin­det und Krieg, Gewalt und Leid zum trau­ri­gen All­tag wer­den. Heu­te ver­sam­meln wir uns in tie­fer Stil­le, so Ober­leut­nant Lars Unkel­bach, um gemein­sam des Volks­trau­er­ta­ges zu geden­ken. Ein Tag, der uns mahnt, Inne­zu­hal­ten und derer zu geden­ken, die durch Krieg und Gewalt ihr Leben ver­lo­ren haben. In den Schat­ten der deut­schen Geschich­te bli­cken wir zurück, nicht nur um zu erin­nern, son­dern auch um zu ler­nen, denn aus der Dun­kel­heit kön­nen wir das Licht der Hoff­nung schöp­fen. Möge die­ser Tag uns dazu inspi­rie­ren aber auch mah­nen, uns dafür ein­zu­set­zen, dass kom­men­de Gene­ra­tio­nen in einer Welt des Frie­dens, der Ver­söh­nung und der Soli­da­ri­tät leben können. 

Bei der anschlie­ßen­den Zere­mo­nie am Krie­ger­denk­mal leg­ten zwei Sol­da­ten im Namen des 4. PzGrenBtl 112 Regen einen Kranz zum Geden­ken für die Gefal­le­nen und Ver­miss­ten bei­der Welt­krie­ge nie­der. Auch im Namen der Gemein­de, dem Vete­ra­nen-Krie­ger‑u. Reser­vis­ten­ver­ein und dem VdK OV Lang­dorf wur­de ein Kranz durch den 1. Bür­ger­meis­ter Micha­el Eng­l­ram und dem 2. Bür­ger­meis­ter Andre­as Kol­ler zum Geden­ken an die Toten und Ver­miss­ten Sol­da­ten nie­der­legt. Bei der Gedenk­fei­er am Krie­ger­denk­mal wur­den von Lud­wig Fischer (1. Vor­sit­zen­der Vete­ra­nen-Krie­ger‑u. Reser­vis­ten­ver­ein) , Erich Probst (1. Vors. Reser­vis­ten­ka­me­rad­schaft) und Gün­ther Kager­bau­er ( 1. Vors. des VdK Orts­ver­ban­des-Lang­dorf) die Für­bit­ten gele­sen. Als letz­te Ehren­be­zeu­gung für die toten Sol­da­ten wur­den noch die Natio­nal­hym­nen und das natio­na­le Trau­er­lied Der gute Kame­rad” umgangs­sprach­lich Ich hatt einen Kame­ra­den” von der Wald­ver­eins­ka­pel­le Lang­dorf unter der Lei­tung von Tobi­as Fischer gespielt.

Foto und Text: Gün­ther Kagerbauer

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